Demenz und andere Krankheiten bei alten Hunden erkennen

Das Hunde ein stolzes Alter erreichen können ist für viele kein Geheimnis. In der Regel kommt der treue Freund als Welpe oder noch in sehr jungen Jahren zu dem Halter. Gerade dann, wenn es sich um den ersten eigenen Hund handelt ist keine oder nur kaum Erfahrung vorhanden, welche Krankheiten im Alter des treuen Begleiters vorkommen können. Von den Symptomen einmal abgesehen.

Häufige Krankheitsbilder im stolzen Hundealter

Dass ein Hund im Alter meist ruhiger wird ist den meisten Hundehaltern bewusst. Doch je älter der tierische Freund wird, desto anfälliger kann dieser für Krankheiten sein. Bereits ab dem 6. Lebensjahr häufen sich die sogenannten Alterskrankheiten. Zahnstein, Probleme mit den Gelenken (Arthritis, Arthrose), Krebs sowie Entzündungen der inneren Organe und der Haut sind dabei die bekanntesten Vertreter.

Symptome erkennen

Ist der Hund über Jahre ein treuer Begleiter des Menschen fallen dem Halter natürlich einige Auffälligkeiten auf. Symptome, die insbesondere in der Konstellation gesehen, für eine Erkrankung sprechen. Warnsignale können mangelnder Appetit und Schwierigkeiten mit der Verdauung sein. Insbesondere dann, wenn noch eine Bewegungsunlust hinzukommt. Haarausfall, extreme Müdigkeit, erhöhter Durst, Atemprobleme sowie ein aufgeblähter Bauch sind weitere Anzeichen für altersbedingte Organ- oder Stoffwechselerkrankungen. Schwierigkeiten mit dem Hören sind im hohen Hundealter ebenfalls häufig vertreten, müssen jedoch nicht auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen.

Im Alter des Hundes treten gerne Schwierigkeiten mit den Gelenken auf. Grund ist der Verschleiß die zu Arthritis und Arthrose führen können. Entzündungen, die auch Organe wie Herz, Leber, Nieren oder sogar die Haut betreffen können.

Demenz – Kognitives Dysfunktionssyndrom

Was die wenigsten wissen ist, dass wie der Mensch auch Hunde an Demenz erkranken können. In der Symptomatik gibt es sogar erstaunlich ähnliche Parallelen. Ist der Vierbeiner von der Demenz betroffen nimmt die Gedächtnisleistung und die geistigen Fähigkeiten stetig ab. In der Praxis fällt dies meist bei ganz einfachen alltäglichen Situationen auf. In jungen Jahren lernen die Vierbeiner grundlegende Befehle und erwerben ihr charakteristisches Verhalten. Doch unter der Demenz ist nichts mehr, wie es einmal war. Dies macht sich zum Beispiel in der Orientierung bemerkbar. Bekannte Wege sind nicht mehr auffindbar. In der Wohnung wird rastlos auf- und abgewandert, die vertraute Umgebung wird nicht mehr erkannt. Das Fressen wird zu einer scheinbar nicht meisterbaren Hürde, da der Hund schlichtweg vergessen hat wie man frisst. Ein zusätzliches Symptom, welches auf Demenz hinweist ist die mangelnde Stubenreinheit. In den meisten Fällen wird einfach vergessen, dass die Wohnung eine Tabuzone für das nötige Geschäft ist oder zu spät als Notdurft realisiert. Als Folge des Vergessens verändert sich ebenfalls das Verhalten. Ein Hund, der sonst immer eher fröhlich war, kehrt in sich zurück. Auch das freudige Begrüßen der Bezugspersonen entfällt, da diese als solche nicht mehr erkannt werden. Bellen und winseln, ohne jeden Grund mitten in der Nacht wird Normalität. Ein Zeichen eines veränderten Schlafrhythmus, der gerne mit der Demenz einhergeht. Es spiegelt die Verwirrung und Unsicherheit des Hundes wieder.

Die beschriebene Symptomatik ist charakteristisch für eine Demenz beim Hund. Teilweise können sich auch andere Krankheitsbilder dahinter verbergen. Der Tierarzt des Vertrauens sollte für eine sichere Diagnose aufgesucht werden.

Grundursachen der Erkrankungen

Meist ist die Ursache für die Erkrankung des Hundes die genetische Veranlagung. Allerdings gibt es auch andere Faktoren, die den Verlauf einer Erkrankung beeinflussen. Dazu gehört die Ernährung, die Bewegung und das soziale Umfeld, in dem sich der Hund befindet.

Zur gesicherten Diagnose

Im Alter nimmt die Gesundheit nicht nur beim Menschen ab. Auch der Hund hat mit den Folgen des Alterns zu kämpfen. Natürlich muss sich nicht hinter jeder Auffälligkeit eine Alterserkrankung verbergen. Dennoch ist es ratsam, bei Verdachtsmomenten den Tierarzt des Vertrauens zu besuchen. Dort können Beobachtungen besprochen werden. Wird eine Erkrankung ernsthaft in Betracht gezogen, kann dieser Verdacht mit geeigneten Tests bestätigt werden. Der Halter sollte sich hierbei im Vorfeld bewusst sein, dass nicht jede Krankheit geheilt werden kann, sondern nur die Symptome gelindert werden können um dem Hund eine möglichst angenehme Lebensqualität zu erhalten.

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