Wie alt werden Hunde?

Die Frage, wie alt Hunde werden können, kommt meist erst dann, wenn man sich einen Hund als Begleiter aussuchen möchte. Eine Frage, die durchaus ihren Sinn hat. Denn der Vierbeiner sucht ein zu Hause, in dem er ohne schlechtes Gewissen bis zu seinem Lebensende bleiben darf.

Allgemeines Durchschnittsalter

Keine Frage, der Hund erreicht nicht das Alter eines Menschen. Dabei hat es auch in der Tiermedizin erstaunliche Fortschritte gegeben, die es den Vierbeinern ermöglicht deutlich älter zu werden als früher.

Sieht man den Hund ganz allgemein – ohne die Differenzierung in Rassen – wird ein durchschnittliches Alter von 10 bis 16 Jahren erreicht. Allerdings sorgen Faktoren wie Rasse, Gene und Lebensumstände für enorme Unterschiede. Die weitverbreitete Regel, dass ein Hundejahr sieben Menschenjahre entspricht, ist damit überholt.

Unterschiedliche Rassen – Unterschiedliches Alter

Weshalb es so ist, weiß keiner ganz genau. Allerdings neigen kleinere Hunde dazu, älter als die größeren Artgenossen zu werden. Es wird angenommen, dass der Grund in der benötigten Zeit bis zum ausgewachsenen Stadium besteht. Auffällig ist, dass Hunde, die bereits mit einem Jahr ausgewachsen sind, eine höhere Lebenserwartung haben. Auch neigen Mischlingshunde dazu, älter als die reinrassigen Artgenossen zu werden. Zudem gelten Mischlinge in der Gesundheit als merkbar robuster. Das Gewicht spiegelt sich ebenfalls im zu erreichenden Alter wieder. Im Vergleich werden Hunde die unter 15 kg wiegen merklich älter als die Hunde, die über 40 kg erreichen. Ist über einen längeren Zeitraum Übergewicht vorhanden, reduzieren sich die Lebensjahre entsprechend.

Das Alter im Überblick

Die Altersangaben beziehen sich hierbei auf durchschnittliche Werte. Unterschiedliche Faktoren können zu merkbaren Abweichungen führen.

  • 7 – 10 Jahren erreichen zum Beispiel englische Bulldoggen, Bernhardiner und Rottweiler.
  • 9 – 11 Jahre ist die durchschnittliche Lebenserwartung von deutschen Doggen und Neufundländer.
  • Auf 10 – 13 Jahren können Rassen wie Boxer, Weimaraner, französische Bulldoggen, Chow-Chows und Dalmatiner schauen.
  • Zu den durchschnittlich 11 – 14-jährigen gehören die Berner Sennen, Golden Retriever/ Labradore, Border Terrier, Schottischer Terrier, Deutscher Kurzhaar, Deutscher Drahthaar, sowie der Deutsche Schäferhund.
  • 12 – 15 Jahren werden unter anderem der Deutsche Langhaar, der Mops, Beagles, Chihuahuas, Dobermann, sowie die Terrier Jack Russel und Yorkshire.
  • 13 – 16 Jahre erreichen der Bosten Terrier, Border Collies, Cocker Spaniel, Pudel, Zwergschnauzer und Collies.
  • Der Dackel und Zwergpudel können sogar ein stolzes Alter von bis zu 18 Jahren erreichen.

Tipps, für ein hohes Alter

Der Hundehalter kann zwar nichts an der erblichen Veranlagung der Gene des Hundes ändern, allerdings aber an den Lebensumständen. Die Lebensumstände wie Ernährung, das soziale Umfeld und Bewegung können dazu beitragen, dass ein hohes Hundealter erreicht werden kann.

Bei der Ernährung sollte der Plan auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst sein. Dies beginnt bereits bei der Energiezufuhr. Ein junger Hund benötigt mehr Energie, als ein älterer. In der Nährstoffverteilung gibt es ebenfalls merkliche Unterschiede zwischen Jung und Alt.

Auch wenn der Hund schon lange nicht mehr zu den Welpen gehört, Beschäftigung wird dennoch gerne mit Freude angenommen. Natürlich der Kondition und Eigenheiten des Hundes angepasst. Auch Beschäftigungen, die das geistige Mitdenken fordern und fördern sind begehrt.

Bei den ersten Anzeichen des Seniorenlebens sollte in regelmäßigen Abständen – mindestens einmal im Jahr – der Tierarzt des Vertrauens besucht werden. Anzeichen für einen älteren Hund sind zum Beispiel die ersten grauen Haare um die Schnauze bzw. Augen. Auch dass dieser insgesamt ruhiger bzw. müder und langsamer wird. Bei dem Besuch sollte ein allgemeines Check-up durchgeführt werden. Alterskrankheiten können so früh erkannt werden. Idealerweise wird der Termin mit der Routineimpfung verbunden.

Ansonsten ist viel Geduld und ein entspannter Umgang mit den Zipperlein des Alters sehr hilfreich. Einem stressfreien Lebensabend des Hundes steht so nichts im Weg.

Wissenswertes

Im Jahr 2016 verstarb die älteste bekannte Hündin. Die Kelpie-Dame (australische Hunderasse) konnte stolze 30 Hundejahre aufweisen. Doch dieses Alter ist für Hunde eine extreme Seltenheit.

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